QR-Codes sind momentan groß in Mode, zumal sie sich in wenigen Sekunden leicht erzeugen lassen. Zu diesem Zweck findet man im Netz jede Menge QR-Code-Generatoren wie beispielsweise goqr.me.
Gerade für den crossmedialen Einsatz im Marketing schlagen QR-Codes eine Brücke zwischen der klassischen Anzeige, dem Prospekt oder auch dem Plakat hin zu den Online-Medien. In diesem Fall verweist der QR-Code meistens auf einen Link, der zu den betreffenden Informationen im Netz führt. Der Code kann leicht vom Printmedium mit der Smartphone-Kamera eingelesen werden, um dann die betreffenden Informationen auf dem Handydisplay anzuzeigen. Der Link muss somit nicht mehr umständlich per Hand eingegeben werden, was gerade bei einem Handy eine umständliche Angelegenheit ist.
Bei der Anwendung von QR-Codes werden oft wesentliche Fehler gemacht, die beim Anwender zu Frustration und Ablehnung führen. Hier drei Don’ts, die es unbedingt zu vermeiden gilt:
1. Der QR-Code wird mit einer normalen Website verlinkt, die nicht für mobile Anwendungen optimiert wurde.
Es ist erstaunlich, in wie vielen Anzeigen dieser Fehler zu finden ist. Niemand wird den Code mit seinem Desktop-Rechner einscannen. In der Regel wird das Smartphone (in seltenen Fällen vielleicht auch mal ein Tablet) mit einem 3 bis 4 Zoll-Bildschirm genutzt. Kein Anwender möchte sich auf solch einem kleinen Display eine normale Website anschauen oder ein Produkt im Online-Shop kaufen.
Der QR-Code muss entweder auf eine spezielle Landingpage verweisen, die für mobile Anwendungen optimiert wurde oder er verweist auf ein Video, das beispielsweise auf YouTube hochgeladen wurde. Bei einem YouTube-Video empfehle ich, einen Link zwischenzuschalten, also nicht direkt auf das YouTube-Video zu verweisen. Denn wenn das Video durch ein anderes ersetzt werden muss, ändert YouTube automatisch den Link (sie können nie denselben nutzen) und Sie müssten Ihre Prospekte oder Visitenkarten, auf denen Ihr QR-Code gedruckt wurde, erneuern. Haben sie einen Link dazwischen geschaltet (wie in dem hier abgebildeten Code), können sie von dort aus wieder auf das neue Video verlinken. Selbstverständlich können Sie auf diese Weise auch ein aussagekräftiges Tracking einrichten.
2. Die Abbildungsgröße des QR-Codes ist zu klein
Eine Abbildungsgröße von 25 x 25 mm sollte nicht unterschritten werden. Trotzdem ist dieser Fehler häufig anzutreffen. Zum Testen sollte nicht das neueste Smartphone verwendet werden, denn ob ein klein abgebildeter Code noch eingelesen werden kann, hängt entscheidend von der Linse und der Autofocus-Qualität des verwendeten Handys ab. Man bedenke, die meisten User verfügen nicht über das modernste Technikequipment und eine Leseverweigerung des Codes führt direkt zu einer Frustration und somit auch häufig zu einer Angebotsablehnung des Users.
3. Der QR-Code ist zu sehr durchdesigned
Ein gestalteter QR-Code ist zwar schön anzuschauen, aber er kann auch erhebliche Probleme bereiten. Farbige Codes benötigen in der Regel eine längere Zeit zum Lesen und gestaltete Codes sind nach dem Druck für viele Handys nicht mehr erkennbar. Auch hier ist die Kameraqualität des Smartphones entscheidend. Wer den sicheren Weg gehen möchte, der sollte den klassischen Schwarz-Weiß-Code wählen.
Richtig angewendet können QR-Codes ein effektives Marketingtool sein, zumal sie momentan den Spaßfaktor und den Reiz des Neuen auf ihrer Seite haben.